A large body of water filled with lots of cranes

SPREADERFLEX 3GSLTOE 0,6/1kV – Hochleistungs-Spreaderkabel für extreme mechanische Belastungen im Hafenbetrieb

Das SPREADERFLEX 3GSLTOE 0,6/1kV ist ein speziell entwickeltes Hochleistungs-Spreaderkabel für den Einsatz in Krananlagen mit Korbbetrieb. Dank seiner einzigartigen Konstruktion mit Aramid-Tragelement, EPR-Isolierung und PUR-Außenmantel erfüllt es höchste Anforderungen an mechanische Belastbarkeit, Flexibilität und Witterungsbeständigkeit. Dieser Artikel beleuchtet nicht nur die technischen Eigenschaften, sondern analysiert auch physikalische Belastungsmechanismen, Materialwissenschaft und Zukunftstrends moderner Kranverkabelung.

9/15/20248 min read

SPREADERFLEX 3GSLTOE 0,6/1kV – Hochleistungs-Spreaderkabel für extreme mechanische Belastungen im Hafenbetrieb

Bedeutung von Spreaderkabeln im globalen Handel

Die moderne Containerlogistik basiert auf hochautomatisierten Umschlagsystemen, in denen Containerbrücken (STS-Krane) und Portalkrane (RTG/RMG) als zentrale operative Einheiten fungieren. Während die sichtbaren Strukturen dieser Krane oft im Fokus stehen, bleibt eine Schlüsselkomponente weitgehend unbeachtet: das Spreaderkabel.

Ein Spreaderkabel stellt die lebenswichtige Verbindung zwischen dem beweglichen Spreader und der stationären Kranstruktur dar und übernimmt gleichzeitig mehrere kritische Funktionen:

  • Energieversorgung der Spreader-Antriebe (z. B. Twistlocks, Flipper, Hydrauliksysteme)

  • Übertragung von Steuer- und Regelungssignalen

  • Integration von Sensorik und zunehmend auch Hochgeschwindigkeitsdaten (z. B. Kamera-Feeds, Bus-Systeme)

Systemische Bedeutung im Kranbetrieb

Aus systemtheoretischer Sicht ist der Spreader nicht nur ein passives Lastaufnahmemittel, sondern ein hochdynamisches mechatronisches Subsystem, dessen Bewegungen durch mehrere Freiheitsgrade charakterisiert sind. Forschungsarbeiten zeigen, dass Spreadersysteme in Kranen komplexe Mehrkörpersysteme mit bis zu sechs Freiheitsgraden darstellen, deren Dynamik stark von Kabelspannungen und deren Regelung beeinflusst wird

Das Spreaderkabel wirkt dabei als:

👉 mechanisch belastetes, aber elektrisch funktionales Hybridbauteil

Diese doppelte Funktion führt zu einer einzigartigen ingenieurtechnischen Herausforderung:

Belastungsprofil in realen Hafenumgebungen

Im praktischen Einsatz unterliegt das Kabel extremen Betriebsbedingungen:

  • Kontinuierliche vertikale Bewegung (mehrere hundert Zyklen täglich)

  • Freihängende Längen von bis zu 50 m oder mehr

  • Dynamische Zusatzkräfte durch Beschleunigung und Verzögerung

  • Windinduzierte Schwingungen und Torsion

  • Aggressive Umwelteinflüsse (Salz, UV, Feuchtigkeit)

Ein wesentliches Merkmal moderner Containerterminals ist der Trend zu hohen Hubgeschwindigkeiten (bis ~160 m/min), wodurch dynamische Lasten deutlich über statischen Eigengewichten liegen können.

Daraus folgt:

Standardkabel sind für solche Anwendungen grundsätzlich ungeeignet.

Warum Spreaderkabel eine eigene Kabelkategorie darstellen?

Technische Leitfäden zeigen, dass vertikale Spreaderkabelsysteme sich fundamental von klassischen Trommel- oder Schleppkabeln unterscheiden. Der entscheidende Unterschied liegt in der Gravitationsdominanz der Belastung:

  • Permanente axiale Zugspannung durch Eigengewicht

  • Überlagerte dynamische Lasten (Shock Loads)

  • Notwendigkeit einer getrennten mechanischen Tragstruktur

Diese Anforderungen haben zur Entwicklung spezialisierter Kabeltypen geführt, bei denen mechanische und elektrische Funktionen konstruktiv entkoppelt werden (z. B. durch Aramid-Tragelemente).

Technischer Überblick über SPREADERFLEX 3GSLTOE

Das SPREADERFLEX 3GSLTOE 0,6/1kV repräsentiert eine hochentwickelte Generation von Spreaderkabeln, die speziell für den Einsatz in vertikalen Korbsystemen konzipiert wurden. Seine Konstruktion folgt einem klaren ingenieurtechnischen Prinzip:Trennung von mechanischer Lastaufnahme und elektrischer Funktion.

Konstruktionsprinzip und Aufbau

Das Kabel ist mehrschichtig aufgebaut und integriert mehrere spezialisierte Komponenten:

1. Leiterstruktur

  • Feinstdrähtige Kupferleiter (Klasse FS)

  • Optimiert für hohe Flexibilität und Biegewechselbeanspruchung

Vorteil: Minimierung von Mikrorissen und Leiterbruch bei Dauerbewegung

2. Isolationssystem (EPR)

Die verwendete EPR-Isolierung bietet:

  • hohe Durchschlagsfestigkeit

  • thermische Stabilität bis 90 °C

  • exzellente Alterungsbeständigkeit

Diese Eigenschaften sind entscheidend für Anwendungen mit hoher thermischer und mechanischer Beanspruchung.

3. Mechanisches Trageelement (Aramid)

Das zentrale Merkmal des SPREADERFLEX ist das integrierte Aramid-Trageelement:

  • extrem hohe Zugfestigkeit bei geringem Gewicht

  • Sicherheitsfaktor bis zu 5 gegenüber statischer Belastung

  • Entlastung der stromführenden Leiter

Technische Analysen zeigen, dass diese Konstruktion die Lebensdauer signifikant erhöht, da mechanische Kräfte nicht mehr direkt auf die Leiter wirken.

4. Außenmantel (PUR)

Der PUR-Mantel erfüllt mehrere Funktionen gleichzeitig:

  • Abriebschutz bei Kontakt mit Korb- oder Rollenführung

  • Beständigkeit gegen Öl, Chemikalien und UV-Strahlung

  • hohe Flexibilität bei niedrigen Temperaturen

Besonders relevant für Offshore- und Hafenanwendungen

⚡ Elektrische und funktionale Eigenschaften

Das Kabel ist für eine Nennspannung von 0,6/1 kV ausgelegt und erfüllt relevante Normen wie:

  • DIN VDE 0250

  • IEC 60811

Darüber hinaus ermöglicht die Konstruktion:

  • Integration von Steuerleitungen

  • Einbindung von Bussystemen

  • Kombination mit Glasfasertechnologie

Damit wird das Kabel zu einem integrierten Energie- und Datenübertragungssystem, was insbesondere im Kontext von Smart Ports an Bedeutung gewinnt.

Dynamische Leistungsfähigkeit

Ein entscheidender Leistungsparameter ist die Fähigkeit zur Bewältigung komplexer mechanischer Belastungen:

Belastungskombination:

  • axiale Zugkräfte

  • zyklische Biegung

  • Torsion durch Rotation des Spreaders

Ingenieurtechnische Studien zeigen, dass gerade die Kombination dieser Lastarten zu frühzeitigem Versagen konventioneller Kabel führt. Das SPREADERFLEX begegnet diesem Problem durch:

  • optimierte Verseilgeometrie

  • torsionsarme Konstruktion

  • definierte Biegeradien

Systemintegration und Mehrkernarchitektur

Moderne Spreaderkabel wie das 3GSLTOE unterstützen komplexe Kransteuerungen durch:

  • hohe Aderanzahl (z. B. bis 54 Adern)

  • parallele Übertragung von Leistung und Signalen

  • Integration von Sensorik (z. B. Twistlock-Status, Kamerasysteme)

Diese Entwicklung spiegelt den Übergang von rein mechanischen zu cyber-physischen Systemen im Hafenbetrieb wider.

👉Das SPREADERFLEX 3GSLTOE ist kein konventionelles Energiekabel, sondern ein hochintegriertes mechatronisches Systemelement, das speziell für die extremen Anforderungen moderner Hafenkrane entwickelt wurde.

Seine Leistungsfähigkeit basiert auf:

  • materialwissenschaftlicher Optimierung

  • mechanischer Entkopplung von Lasten

  • Integration elektrischer und digitaler Funktionen

Damit bildet es eine Schlüsseltechnologie für die Effizienz und Sicherheit moderner Containerterminals.

Mechanische Belastungen im Korbbetrieb – eine ingenieurtechnische Analyse

Die mechanischen Belastungen eines Spreaderkabels im Korbbetrieb gehören zu den komplexesten Beanspruchungsszenarien innerhalb der flexiblen Energietechnik. Im Gegensatz zu klassischen Schleppketten- oder Trommelanwendungen wirken hier mehrdimensionale Lastzustände gleichzeitig und zyklisch, was eine klassische eindimensionale Auslegung unmöglich macht.

Grundlegende Lastkomponenten

Im Betrieb eines Containerkrans ist das Kabel einer Überlagerung folgender Belastungen ausgesetzt:

  • Axiale Zugkräfte (Dominantlast)

  • Dynamische Beschleunigungs- und Verzögerungskräfte

  • Biegewechselbeanspruchung

  • Torsion durch Spreaderrotation

  • Schwingungen durch Wind und Lastpendelbewegungen

Diese kombinierte Beanspruchung führt zu einem nichtlinearen Spannungszustand, der nur durch dynamische Modelle beschrieben werden kann.

Dynamische Zugspannungsanalyse

Nach ingenieurmechanischen Grundprinzipien ergibt sich die Seilspannung aus:

T=m⋅(g+a)

Im realen Betrieb eines Spreaders zeigt sich:

  • Bei Beschleunigung: deutliche Erhöhung der Seilspannung

  • Bei abruptem Stopp: Schockbelastungen bis zum 2,5-Fachen der statischen Last

Eine technische Analyse zeigt beispielsweise:

Diese kurzzeitigen Lastspitzen stellen den kritischsten Auslegungsfall dar.

👉 Wichtig: Diese Spitzen dauern nur Sekunden, bestimmen aber die Dimensionierung des gesamten Kabelsystems.

Ermüdungsmechanik und Lebensdauer

Neben Spitzenlasten ist die zyklische Belastung entscheidend für die Lebensdauer.

  • Tägliche Zyklen: mehrere hundert

  • Lebensdauerzyklen: >100.000

Materialwissenschaftliche Untersuchungen zeigen:

  • Kombination aus Zug + Biegung + Reibung führt zu Drahtbruch

  • Lokale Schäden entstehen insbesondere in Kontaktzonen

  • Aramid-Tragstrukturen können ebenfalls ermüden

Die maßgebliche Größe ist die Spannungsamplitude, nicht nur die Maximallast.

Torsion und dynamische Instabilität

Ein oft unterschätzter Faktor ist die Torsionsbelastung:

  • entsteht durch Rotation des Spreaders

  • verstärkt sich bei ungleichmäßiger Lastverteilung

  • beeinflusst die interne Spannungsverteilung

Studien zeigen, dass sich mit wechselnder Zugspannung auch die Torsionssteifigkeit des Kabels verändert, was zu instabilen Zuständen führen kann.

Schwingungen und externe Einflüsse

Freihängende Kabel reagieren empfindlich auf:

  • Windlasten

  • Resonanzphänomene

  • Relaxationseffekte

Untersuchungen zu Aramidkabeln zeigen komplexe nichtlineare Schwingungsantworten unter turbulenten Windbedingungen

Ingenieurtechnische Schlussfolgerung

Die mechanische Auslegung eines Spreaderkabels muss daher:

  • dynamische Lastfälle berücksichtigen

  • Ermüdungsfestigkeit priorisieren

  • Torsions- und Schwingungsverhalten einbeziehen

👉Ein Spreaderkabel ist kein „einfaches Kabel“, sondern ein hochbelastetes tragendes Strukturelement mit elektrischer Zusatzfunktion.

Werkstoffe und Konstruktion: Warum dieses Kabel so robust ist?

Die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit des SPREADERFLEX 3GSLTOE basiert nicht auf einem einzelnen Material, sondern auf einem systemischen Konstruktionsansatz, bei dem mechanische und elektrische Anforderungen gezielt entkoppelt werden.

Konstruktionsprinzip: Funktionale Entkopplung

Das zentrale Designprinzip lautet:

Mechanische Lastaufnahme ≠ elektrische Leitfunktion

Das wird erreicht durch:

  • separate Tragelemente

  • mehrschichtige Kabelarchitektur

  • optimierte Verseilung

Diese Strategie reduziert die Belastung der stromführenden Leiter erheblich.

Aramid-Tragelemente als Schlüsseltechnologie

Moderne Spreaderkabel verzichten zunehmend auf metallische Tragstrukturen und setzen stattdessen auf Aramidfasern:

Eigenschaften:

  • extrem hohe Zugfestigkeit

  • sehr geringes Gewicht

  • keine plastische Dehnung

Studien zeigen, dass aramidbasierte Konstruktionen:

  • hohe mechanische Stabilität bieten

  • gleichzeitig Flexibilität ermöglichen

  • wirtschaftliche Vorteile gegenüber Stahlarmierungen haben

In der Praxis übernehmen diese Fasern nahezu die gesamte Zuglast.

Mehrlagige Verseilstruktur

Die interne Struktur folgt einem gezielten Aufbau:

  • gegenläufige Verseilung

  • Spannungsverteilung über mehrere Ebenen

  • Reduktion von Torsion und Knickbildung

Technische Leitfäden zeigen, dass diese Struktur:

  • Stresskonzentrationen verhindert

  • die Lebensdauer deutlich erhöht

Isolationsmaterial: EPR (Ethylene-Propylene Rubber)

EPR wird gezielt eingesetzt aufgrund:

  • hoher dielektrischer Festigkeit

  • thermischer Stabilität

  • hervorragender Alterungsbeständigkeit

Besonders relevant ist die Fähigkeit, mechanische Verformungen ohne Rissbildung zu tolerieren.

Außenmantel: PUR als Hochleistungswerkstoff

Der PUR-Mantel erfüllt eine entscheidende Schutzfunktion:

  • Abriebfestigkeit bei Kontakt mit Rollen/Korb

  • Beständigkeit gegen Öl, Salz und UV-Strahlung

  • hohe Elastizität bei niedrigen Temperaturen

Diese Eigenschaften sind entscheidend für den Einsatz in maritimen Umgebungen.

Verschleiß- und Schadensmechanismen auf Materialebene

Materialanalysen zeigen typische Schadensbilder:

  • Mikrorisse in Kupferlitzen

  • Abrieb im Mantel

  • Faserbruch im Aramidkern

Diese entstehen durch:

  • Reibung

  • zyklische Belastung

  • lokale Überbeanspruchung

Ingenieurtechnische Gesamtbewertung

Die Robustheit des SPREADERFLEX 3GSLTOE basiert auf:

  • intelligentem Materialmix

  • funktionaler Entkopplung

  • optimierter Geometrie

Das Kabel ist damit ein Beispiel für interdisziplinäre Ingenieurskunst aus:

  • Materialwissenschaft

  • Maschinenbau

  • Elektrotechnik

Elektrische Eigenschaften und Normen

Das Kabel entspricht internationalen Standards wie:

  • DIN VDE 0250

  • DIN VDE 0298 (Strombelastbarkeit)

  • IEC 60811 (Materialprüfung)

Wichtige Kennwerte:

  • Nennspannung: 0,6/1 kV

  • Prüfspannung: 3,5 kV

  • Betriebstemperatur: bis 90 °C

Zusätzlich ermöglicht das Kabel die Integration von:

  • Profibus

  • CAN-Bus

  • Glasfaser

→ Damit wird ein Hybridkabel für Energie + Daten realisiert.

⚠️ Typische Ausfallmechanismen und Risiken

Die Betriebssicherheit von Spreaderkabeln wie dem SPREADERFLEX 3GSLTOE wird maßgeblich durch ihr Verhalten unter langzeitiger kombinierter mechanischer und elektrischer Belastung bestimmt. Empirische Untersuchungen aus der Kabel- und Offshoretechnik zeigen, dass über 60 % aller Ausfälle mechanisch induziert sind, während rein elektrische Defekte eine sekundäre Rolle spielen.

Die Analyse typischer Ausfallmechanismen erfordert daher einen interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus der Bruchmechanik, Materialwissenschaft und Zuverlässigkeitstechnik integriert.

Leiterermüdung durch Biegewechsel

Der häufigste Ausfallmechanismus ist der Ermüdungsbruch der Kupferleiter infolge zyklischer Biegebeanspruchung.

  • Ursache: wiederholte Bewegung über Umlenkpunkte

  • Wirkung: Mikrorissbildung → Leiterbruch

  • Einflussfaktor: Biegeradius und Spannungsamplitude

Besonders kritisch sind Übergangsbereiche zwischen bewegten und fixierten Kabelabschnitten.

Mantelverschleiß und Abrasion

Mechanischer Abrieb des Außenmantels ist ein zentraler Risikofaktor.

  • Ursache: Reibung an Rollen, Korbstrukturen und Partikeln

  • Folge: Materialabtrag → Freilegung der Isolation

  • Risiko: Feuchtigkeitseintritt und elektrische Defekte

Torsionsbelastung und Strukturinstabilität

Torsion entsteht durch Drehbewegungen des Spreaders und unsachgemäße Installation.

  • Wirkung: innere Verschiebung von Litzen

  • Folge: lokale Überbeanspruchung und Lebensdauerverkürzung

Besonders kritisch bei kombinierter Zug- und Biegebelastung.

Thermische und umweltbedingte Alterung

Temperatur und Umweltfaktoren beschleunigen die Materialdegradation.

  • Einflussfaktoren: Strombelastung, UV-Strahlung, Salz, Feuchtigkeit

  • Wirkung: Versprödung, Steifigkeitszunahme

  • Folge: erhöhte mechanische Spannungen

Installations- und Betriebsfehler

Ein signifikanter Anteil der Schäden ist auf fehlerhafte Handhabung zurückzuführen.

  • Unterschreitung des minimalen Biegeradius

  • falsche Einbaurichtung (Torsionseintrag)

  • unzureichende Zugentlastung

Praxisanalysen zeigen, dass ein großer Teil der Ausfälle vermeidbar ist.

👉Die meisten Kabelausfälle entstehen nicht durch Einzelereignisse, sondern durch das Zusammenwirken weniger, aber entscheidender Belastungsmechanismen.

Installation und Wartung

Ein oft unterschätzter Faktor ist die richtige Verlegung:

  • Einlegen gegen den Uhrzeigersinn

  • Einhaltung minimaler Biegeradien

  • Vermeidung von Torsion

Diese Vorgaben sind entscheidend für die Lebensdauer.

Digitalisierung und smarte Kabelsysteme

Moderne Entwicklungen umfassen:

  • integrierte Sensorik (Temperatur, Zugkraft)

  • Predictive Maintenance

  • IoT-Integration

Dadurch wird der Kabelzustand in Echtzeit überwacht – ein wichtiger Schritt zur Reduzierung von Stillständen.

Zukunftstrends in der Kranverkabelung

Die Entwicklung moderner Spreaderkabel steht im Spannungsfeld von steigenden Effizienzanforderungen, zunehmender Automatisierung und wachsendem Nachhaltigkeitsdruck. Aktuelle Studien aus der Hafenlogistik und Kabeltechnik zeigen, dass sich die Zukunft der Kranverkabelung in mehreren klar identifizierbaren Innovationsfeldern bewegt.

Digitalisierung und Condition Monitoring

Ein zentraler Trend ist die Integration von Sensorik und digitalen Überwachungssystemen direkt in das Kabel.

Technologische Entwicklungen:

  • integrierte Temperatur- und Zugkraftsensoren

  • faseroptische Messsysteme (Distributed Fiber Optic Sensing)

  • Echtzeit-Datenübertragung an zentrale Steuerungssysteme

Forschungen im Bereich „Smart Cables“ zeigen, dass solche Systeme eine kontinuierliche Zustandsüberwachung (Condition Monitoring) ermöglichen und damit den Übergang zu:

Vorteile:

  • frühzeitige Erkennung von Ermüdungsschäden

  • Reduzierung ungeplanter Stillstände

  • Optimierung von Wartungsintervallen

Studien aus der Industrie zeigen, dass sich durch datenbasierte Wartung die Betriebskosten signifikant senken lassen.

Hybridkabel: Energie, Daten und Kommunikation

Mit der zunehmenden Automatisierung von Containerterminals steigt der Bedarf an hochintegrierten Kabelsystemen.

Entwicklung:

  • Kombination von Energieleitern mit Steueradern

  • Integration von Bussystemen (z. B. CAN, PROFINET)

  • Einbettung von Glasfasern für Hochgeschwindigkeitsdaten

Diese sogenannten Hybridkabel ermöglichen:

  • Echtzeit-Kommunikation zwischen Spreader und Steuerung

  • Übertragung von Video- und Sensordaten

  • Grundlage für autonome Kransysteme

In modernen „Smart Ports“ sind solche Systeme bereits ein zentraler Bestandteil der Infrastruktur.

Fortschrittliche Werkstoffe und Leichtbau

Materialwissenschaftliche Innovationen spielen eine Schlüsselrolle für zukünftige Kabelgenerationen.

Trends:

  • Hochleistungs-Polymere mit verbesserter Abriebfestigkeit

  • UV- und chemikalienresistente Mantelmaterialien

  • Weiterentwicklung von Aramid- und Verbundfasern

Forschungsergebnisse zeigen, dass neue Materialkombinationen:

  • das Gewicht reduzieren

  • die Flexibilität erhöhen

  • gleichzeitig die mechanische Lebensdauer verlängern

Besonders relevant ist der Ansatz des funktionsintegrierten Leichtbaus, bei dem Materialien mehrere Aufgaben gleichzeitig übernehmen.

Nachhaltigkeit und Lebenszyklusoptimierung

Neben technischer Leistungsfähigkeit rückt zunehmend die ökologische Nachhaltigkeit in den Fokus.

Wichtige Entwicklungen:

  • recyclingfähige Mantelmaterialien

  • Reduktion von Schadstoffen (z. B. halogenfreie Werkstoffe)

  • energieeffiziente Produktionsprozesse

Lifecycle-Analysen zeigen, dass langlebigere Kabelsysteme:

  • Ressourcenverbrauch reduzieren

  • Wartungsaufwand minimieren

  • Gesamtkosten über den Lebenszyklus senken

Nachhaltigkeit wird damit zu einem ökonomischen und regulatorischen Wettbewerbsvorteil.

KI-gestützte Betriebsoptimierung

Ein weiterer Zukunftstrend ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zur Analyse von Betriebsdaten.

Anwendungsmöglichkeiten:

  • Lebensdauerprognosen auf Basis realer Belastungsdaten

  • automatische Erkennung von Anomalien

  • adaptive Steuerung von Kranbewegungen zur Lastreduktion

In Kombination mit sensorgestützten Kabeln entsteht ein cyber-physisches System, das sich selbst überwacht und optimiert.

Systemintegration im Kontext „Smart Port“

Die genannten Entwicklungen führen zu einer grundlegenden Veränderung der Rolle von Kabeln:

vom passiven Verbindungselement → zum aktiven Bestandteil intelligenter Infrastrukturen

Im Kontext vollständig automatisierter Containerterminals werden Spreaderkabel:

  • Teil vernetzter IoT-Systeme

  • Träger kritischer Betriebsdaten

  • integraler Bestandteil der Prozesssteuerung

Die Zukunft der Kranverkabelung wird nicht durch einzelne Innovationen bestimmt, sondern durch das Zusammenspiel mehrerer technologischer Entwicklungen:

Digitalisierung

Materialinnovation

Systemintegration

Nachhaltigkeit

👉 „Das Spreaderkabel der Zukunft ist kein rein elektrisches Bauteil mehr, sondern ein intelligentes, vernetztes Systemelement innerhalb der digitalen Hafeninfrastruktur.“

Fazit

Das SPREADERFLEX 3GSLTOE 0,6/1kV ist weit mehr als ein einfaches Energiekabel. Es ist ein hochentwickeltes technisches System, das speziell für extreme mechanische Belastungen im Korbbetrieb entwickelt wurde.

Seine Leistungsfähigkeit basiert auf:

  • durchdachter Materialwahl

  • innovativer Konstruktion

  • normgerechter Auslegung

In einer Zeit steigender Anforderungen an Effizienz und Zuverlässigkeit in der Hafenlogistik wird deutlich:

👉 Ohne spezialisierte Kabeltechnologie wären moderne Containerterminals nicht denkbar.